Evangelikalismus und Fundamentalismus in den USA

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Herausgeber: Evangelisch-Soziale Parteigruppe © 1993-2004
Schlussredaktion: Rolf Strasser



Kurze Geschichte der USA

Um das Phänomen Evangelikalismus und Fundamentalismus besser zu verstehen, müssen wir uns in der Geschichte der USA erst ein wenig umsehen. Die USA sind bis heute durch ihre Entstehung ein Land der Gegensätze geblieben. Auf der einen Seite waren die frommen Christen, auf der anderen Seite die oft rücksichtlosen Abenteurer, deren Gesetz ihr eigener Wunsch war. Selbstverständlich gab es auch alle Zwischenformen. Und gerade dies führte dazu, dass bis heute die grossen Fehler und Verbrechen der US-amerikanischen Gesellschaft oft dem Christentum angelastet werden. Dazu gehört auch der Vorwurf der Heuchelei. Karlheinz Deschner in seinem Buch über die Geschichte der USA: «Mit hehrsten Gedanken begleiten US-Präsidenten ihr Tun, ihre Taten oder Untaten (hier meist identisch), mit ausdrücklichem Bezug auf Gott, die Bibel, das Christentum ... Dieses Land kennt nur drei Argumente, drei Kräfte, drei Ideale: Gewalt, Geld und Heuchelei ...» Der für seinen Sarkasmus bekannte Deschner schreibt auch: «Es ist schwer, Geschichte nicht als Satire zu schreiben.» Es ist heute kaum mehr nachvollziehbar, mit welch' rassistischem Gedankengut das Christliche in der Geschichte der USA vermischt war und teilweise heute noch ist. Die Geschichte über die grausame Vertreibung und Ausrottung der Indianer («Amalekiter») und die Sklaverei lassen nachvollziehen, warum gerade in den USA viele am real existierenden Christentum irre geworden sind. Jedenfalls muss dies mitberücksichtigt werden, um den immer grösser werdenden Graben zwischen konservativen Christen in den USA und der Gesellschaft als Ganzes zu verstehen. Von daher ist auch nachvollziehbar, warum Nicht-Christen gegenüber Christen beim Wort Mission so empfindlich, manchmal fast hysterisch reagieren. Das eigene Tun als christlich zu bezeichnen, auch wenn es im Licht der Bibel in der Gesamtheit und Ausgewogenheit ihrer Aussagen nicht oder nur sehr bedingt als christlich gelten kann, führt immer zu einer Art Amalgamierung der Sünde, wie das amerikanische Beispiel besonders deutlich aufzeigt. Das eigene Handeln wurde hier oft als christlich und damit göttlich bezeichnet, um es zu legitimieren. Auch in anderen Gegenden und Epochen wurde allzu Weltliches als christlich bezeichnet. Dies ist ein Grund für jeden redlich Denkenden, gegenüber Menschen, Organisationen und Ländern, die sich als christlich bezeichnen, erst einmal skeptisch zu sein und ihnen ihr Handeln nicht unkritisch als das christliche Handeln schlechthin abzunehmen.

Die Neuentdeckung Amerikas
Aber der Reihe nach: Die ersten Europäer, von denen man sicher weiss, dass sie nach Nordamerika gelangt sind, sind die Wikinger. Leif Eriksson und seine Nordmannen siedelten für ein paar Jahre auf Neufundland. 1492 endeckte Christoph Kolumbus in verschiedenen Reisen Nordamerika, bzw. vorerst die vorgelagerten Inseln (Bahamas usw.). 1497 landete der Genueser Seefahrer John Cabot auf Neufundland und nahm das Gebiet für England in Anspruch. 1513 landeten die Spanier in Florida und gründeten in St. Augustine ein Fort, die erste ständige europäische Siedlung in Nordamerika. Die Spanier erweiterten ihre Entdeckungen gegen Westen bis an den Grand Canyon. 1607 errichteten die Briten ihre erste Siedlung, Jamestown in Virgina an der Ostküste. 1626 verkauften Ureinwohner die Insel Manhattan für ein Taschengeld an die Niederländer, welche dort Neu-Amsterdam gründeten. Englische Siedler folgten dorthin. 1664 nahmen die Engländer ihre Flotte mit, womit sich die Herrschaft des niederländischen Gouverneurs Peter Stuyvesant in Rauch auflöste, ohne dass es zu Kämpfen kam. Die Stadt hiess fortan New York. Auch die Franzosen fanden Gefallen am neuen Kontinent und landeten 1608 im späteren Kanada, in Quebec. Auch im Süden der späteren USA kamen Franzosen an und nannten das Gebiet nach ihrem König Louisiana. In New Orleans gibt es heute noch Sprachgruppen, die ein Sprachenmix mit starken Einflüssen der französischen Sprache sprechen. - Nebenbei: 1790 wohnten in den USA übrigens erst 4 Millionen Menschen, darunter 700 000 Sklaven. - Das gesamte französische Gebiet, welches vom Mississippi bis zu den Rocky Mountains reichte, wurde 1803 von den USA gekauft, womit sich ihr Territorium verdoppelte. Auch Spanien verkaufte sein Gebiet östlich des Mississippi. An die Spanier erinnern wenigstens noch alte Siedlungnsamen wie zum Beispiel an der Westküste Los Angeles und San Francisco. Siedler kamen auch auf mexikanisches Staatsgebiet. 1845 übernahmen die USA Texas von Mexico. Nach dem siegreichen Krieg über Mexiko 1848 kamen Kalifornien, Nevada, Utah, Teile von Arizona, New Mexico, Wyoming und Colorado dazu. Kanada blieb britisch und gehört heute noch zum Commonwealth. Das französischsprachige Quebec erinnert an die französischen Siedler. 1867 kauften die USA den Russen Alaska ab und entdeckten später das Erdöl. Der Krieg gegen Spanien 1898 brachte Puerto Rico in der Karibik an die USA sowie das weit draussen im Pazifik gelegene Gebiet Guam, ebenso Hawaii als der 50. Staat der USA. Die Bezeichnung Amerika geht auf einen Vorschlag des deutschen Kartographen Martin Waldseemüller zu Ehren des italienischen Seefahrers Amerigo Vespucci zurück.

Puritaner
In der Geschichte des Landes wie der Geschichte der religiösen Entwicklung der späteren USA wird oft das Jahr 1620 erwähnt. Damals fand die bekannte Überfahrt der puritanischen, später als Pilgerväter bezeichneten Gläubigen mit der Mayflower nach dem späteren Massachusetts statt. Das Diktat der anglikanischen Kirche bewegte zunächst einige Puritaner 1608 dazu, noch Holland auszuwandern. Von dort kehrten sie im Sommer 1620 nach England zurück. Zusammen mit achtzig englischen Puritanern charterten sie schliesslich die Mayflower, um nach Amerika auszuwandern. Trotz Uneinigkeit mit den Kaufleuten - welche die Reise finanzierten - über die Gewinnanteile aus dem neuen Land, legte das Schiff am 16. September 1620 von Plymouth ab. An Bord waren 101 Passagiere, davon 31 Kinder. Nach einer schwierigen Reise kam Land in Sicht. Doch war es nicht das erwartete Virginia, in dem es seit 1607 englische Siedlungen gab, sondern die nördlich davon gelegene Halbinsel Cape Cod im späteren Massachusetts. Die Kunde von der geglückten Koloniegründung kam nach England und je länger je mehr machten sich weitere Schiffe mit vielen religiösen Dissidenten an Bord nach der neuen Kolonie auf. Die Heimat des amerikanischen Puritanismus war später neben Massachusetts auch die anderen im Nordosten der USA liegenden Neuengland-Staaten Maine, New Hampshire, Vermont, das tolerante Rhode Island und Connecticut. 1636 wurde in Massachusetts beschlossen, ein College (Akademie) in Newtowne (Cambridge) aufzubauen. Der Kolonist John Harvard setzte sich ein, vermachte seine Bibliothek der Akademie und als er sie zwei Jahre später verliess, hatte er sein halbes Vermögen investiert. Das College wurde nach ihm benannt.

Die sehr religiösen Puritaner des 17. Jahrhunderts kamen nach Amerika, weil sie sich vor allem mehr Religionsfreiheit erhofften, als sie selber von der dominierenden anglikanischen Staatskirche in England erlebten. Die Puritaner entstanden in England Ende des 16. Jahrhunderts als streng calvinistische Richtung. So wurde von ihnen auch die Religionslosigkeit einiger ihrer Miteinwohner zwar nicht beabsichtigt, aber mit der Zeit geduldet. Jeder gegen das Gewissen gerichtete Zwang sah man als verwerflich an. Man verabschiedete zunächst aber dennoch Ordnungen, die keine absolute Meinungsfreiheit garantierten, sondern den christlichen Glauben besonders schützten und dessen Verächtlichmachung bestraften. Die Tradition und die religiöse Stimmung im Volk drückten so der Ausprägung auch des weltlichen Rechts seinen Stempel auf. Massachusetts, aber auch andere Kolonien, waren zu Beginn keineswegs tolerant, so wie wir es heute verstehen, sondern eine Art von theokratischen Staaten. Die Politik wurde von den Predigern gemacht und ab 1641 wurde sogar die Todesstrafe für Atheisten vorgesehen. Die Religionsgeschichte zeigt immer wieder, dass die Glaubensfreiheit nur in multikulturellen Gesellschaften gedeiht.

Liberaler denkende Puritaner, von denen einige die Trennung von Kirche und Staat und die Entschädigung der enteigneten Ureinwohner verlangten, wurden von ihresgleichen verfolgt. 1644 wurden sogar die baptistischen Glaubensbrüder aus Massachusetts verbannt. Im gleichen Jahr wurden einige Frauen als Hexen aufgehängt, nachdem man ihnen vorgeworfen hatte, die Pest ins Land gebracht zu haben. Die Mitgliedschaft bei den Quäkern wurde drastisch bestraft, bei Männern durch Brandmarkung der Handteller und durch das Abschneiden der Ohren, bei Frauen durch das Durchbohren der Zunge mit glühendem Metall. Man darf jedoch davon ausgehen, dass diese Strafen sehr selten angewandt werden. Ein menschliches Leben war in dieser entbehrungsreichen Zeit, wo sehr viele der Übersiedler auch starben, wertvoll. Trotzdem waren in den Bibliotheken die Bücher nach männlichen und weiblichen Verfassern fein säuberlich getrennt, das Spielen, Tanzen und Trinken waren verpönt und an Sonn- und Feiertagen ganz verboten. Wenn Unverheiratete miteinander schliefen, wurden sie ausgepeitscht oder mit glühenden Eisen gebrandmarkt. Vereinzelt kam es auch vor, dass Quäkerkinder als Sklaven verkauft wurden. Bereits 1619 wurden die ersten afrikanischen Sklaven nach Neu-England gebracht. Man vermutet, dass neben den Millionen von Indianern, welche durch die Weissen aktiv oder durch die Vernichtung der Lebensgrundlagen passiv umgebracht wurden, etwa 50 bis 60 Millionen Afrikaner infolge des Sklavenhandels starben (viele von ihnen schon vor und auf der Überfahrt auf dem Atlantik).

Die Geschichte der Religionsfreiheit verlief in jeder Kolonie, in jedem späteren Staat, wieder ganz unterschiedlich. Die königliche Charta für Maryland erlaubte schon 1632 die Errichtung nichtprotestantischer Kirchen. Dies galt dort allerdings nicht für die Katholiken. Während in Massachusetts die Intoleranz seine Urständ feierte, war es in Pennsylvania für die Verhältnisse der damaligen Zeit genau umgekehrt. Die Kolonie Sylvania des Quäkers William Penn war indianerfreundlich. Die Kolonie Pennsylvania wurde Penn 1681 urkundlich übertragen. Die Quäker gehen zurück auf den englischen Wanderprediger George Fox (1624-1691), der die Kindertaufe verwarf, aber auch dem Abendmahl, den kirchlichen Ämtern, dem Eid, dem Kriegsdienst, der Gewaltanwendung, dem Zehnten, sämtlichen Abgaben zugunsten der Geistlichkeit und allen weltlichen Vergnügen wie Musik oder Theater absagte.

Massachusetts war nicht immer intolerant. Der Lauf der Geschichte wollte es, dass das Mutterland England - wenigstens vorübergehend - toleranter wurde und von seinen Kolonien, die Andersgläubige bedrückten, in Verlegenheit gebracht wurde. So wurde die Verfassungsurkunde von Massachusetts 1684 widerrufen. Zwei Jahre später brachte ein königlicher Gouverneur einen anglikanischen Geistlichen mit. Als sich die Puritaner weigerten, den Anglikanern ein Gotteshaus zur Verfügung zu stellen, übernahmen letztere ein solches gewaltsam, bis der Bau der eigenen Kings' Chapel fertiggestellt war. Die neue Verfassungsurkunde von 1691 beendete die puritanische Glaubensvorherrschaft in dieser Kolonie.

Der Konflikt mit den Einheimischen
Da die europäischen Abenteurer gegenüber den Indianern sehr oft doppelzüngig auftraten, gab es schon von Beginn weg Konflikte. Dies darf aber nicht vergessen machen, dass viele Europäer, die ausgezehrt am amerikanischen Strand ankamen, ursprünglich nur dank der Lebensmittelhilfe der einheimischen Bevölkerung überleben konnten, wie Deschner festhält. Die Europäer waren später den Indianern aber an Zahl und Ausrüstung hoch überlegen. Als die Weissen einen Indianer von vornehmem Stande umbrachten, kam es zu einem Überfall der Einheimischen in Virginia, bei dem am 22. März 1622 ein Drittel der weissen Kolonisten umkamen. Nachher gehörte es zum Common Sense, dass die Indianer gefährlich waren, und gegen ihre Ausrottung gab es in den eigenen Reihen nur wenig Widerstand.

Das Dogma des unterschiedslosen Abschlachtens der Indianer gehörte zum weit verbreiteten Zivilisationsverständnis der Siedler, und dies bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der Ruf der Vernünftigen im Lande, Christen wie Nicht-Christen, die zur Mässigung aufriefen, verhalten fast immer ungehört. Als 1862 durch die Sioux der grösste Indianeraufstand anhob und fast tausend weisse Männer umkamen, kritisierte der Bischof von Minnesota Henry Whipple, dass dies die logische Folge «jahrelanger Lügen, gebrochenen Versprechen, gewissenlosen Betruges und schamloser Ausbeutung» von Seiten der Weissen sei.

Die Indianer wurden von den Eingewanderten teilweise auch positiv betrachtet. Viele Christen wollten die Indianer auf eine anständige Art missionieren. Natürlich wurden die Bemühungen für das Seelenheil der Indianer immer wieder von anderen gesellschaftlichen Kräften überlagert, welche aus Angst, aus Raffgier oder sogar aus reiner Mordlust alle Indianer vertreiben oder umbringen wollten. Die christlichen Missionare wehrten sich oft gegen die Behandlung der Indianer, da bei den Überfällen immer wieder und wahllos auch indianische Frauen und Kinder gefoltert und getötet worden waren. Deschner zitiert den schwedischen Naturforscher Pehr Kalm, der seit 1753 jahrelang die englischen Kolonien in Nordamerika bereist hat. Kalm schreibt, dass die Einwanderer: «nie mit dem, was sie haben, zufrieden sind, wieviel es auch ist. Sie wollen immer mehr ...» Deschner weiss zu berichten, dass alle offiziellen 370 Verträge, welche mit Indianern geschlossen worden sind, von den Einwanderern gebrochen wurden.

In Natick in Massachusetts gab es dank der Mission bereits 1673 sechs Indianer-Kirchen. 1698 war davon nur noch eine einzige Indianerkirche mit sieben Männern und drei Frauen übriggeblieben. Siebzig Jahre später gab es nur noch ganze 37 Angehörige des Natickstammes und 1846 nur noch eine einzige Natick, ein sechzehnjähriges Mädchen. So konnte die aufwendig fertiggestellte Bibel in der Naticksprache niemand mehr lesen. Einmal kam es vor, dass mehrere hundert indianische Christen, welche während dem Unabhängigkeitskrieg in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts auf der Flucht waren, von den Weissen vernichtet wurden. Die Weissen gaben sich ihnen als Freunde und Glaubensbrüder aus, entwaffneten die Indianer darauf, töteten und skalpierten sie aber, inklusive die alten Frauen und 34 Kinder. Mit jedem Indianerskalp konnte man bei den Behörden sehr viel Geld verdienen. Trotzdem setzte der pennsylvanische Gouverneur John Penn, ein Nachkomme des grossen William Penn, eine hohe Belohnung zur Ergreifung der Täter aus, allerdings erfolglos. Die Ermordung der Indianer ging auch im 18. und 19. Jahrhundert weiter. Die Regierung von Massachusetts bezahlte für jeden Indianerskalp 12 Pfund, ab 1722 sogar 100 Pfund. Und 1745 legen die vier Neu-England-Staaten die Belohnung für abgelieferte Skalps sogar gesetzlich fest, wie Deschner festhält. Im späteren Illinois wurde auch die biologische Kriegsführung gegen die Indianer angewandt, indem man ihnen pockenifizierte Decken abgab.

Die Entstehung und Vergrösserung der USA ist und bleibt eine zwiespältige Geschichte. Die Abenteurer und die Frommen schufen im gleichen Land zwei prinzipiell sehr unterschiedliche Welten, die sich aber aufgrund der gemeinsamen Aufgabe, das Leben zu meistern und das Land zu bebauen, mit der Zeit zu vermischen begannen. Spitz formuliert könnte man sagen, die USA sind auf Blut und der Bibel gegründet. Da eine kirchliche Kontrolle über die Schäfchen in diesem weiten und schnellebigen Land nur sehr bedingt möglich war, blieb diese Zwiespältigkeit, was bis heute nachwirkt. Die USA sind ein Land der Gegensätze, ein Land, in dem alles möglich ist, das Traurige und das Gute, das Katastrophale wie das Himmlische.

Am 4. Juli 1776 erklärten sich die damals noch 13 Vereinigten Staaten von Amerika als von Grossbritannien unabhängig (daher die 13 Streifen in der Fahne). Dies waren in alphabetischer Reihenfolge Connecticut, Delaware, Georgia, Maryland, Massachusetts, New Hampshire, New Jersey, New York, North Carolina, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina und Virginia. Grossbritannien anerkannte die USA erst im Frieden von Versailles 1783 nach dem Unabhängigkeitskrieg, im Verlaufe dessen auch 70 000 Amerikaner ihr Leben verloren.